Surfen von Welle zu Welle

Surfer an der Pointe de La Torche - PlomeurSurfer an der Pointe de La Torche - Plomeur
©Surfer an der Pointe de La Torche - Plomeur |T. Poriel

Surfen ist eine echte Lebenskunst im Pays Bigouden und kann das ganze Jahr über ausgeübt werden. Unsere Wellen sind ideal für Anfänger, bieten aber  auch erfahrenen Surfern viel Spaß.

Am besten informieren Sie sich in einer Surfschule, um mit dem Surfen zu beginnen. Die Surflehrer werden Sie über die richtigen Schritte informieren und Ihnen die Strömungen der einzelnen Strände erklären. Dann können Sie einen Kurs mitmachen oder selbstständig mit Ihrem eigenen Surfbrett oder mit geliehenem Material surfen.

Veröffentlicht am 2 Mai 2025


Die Welle, dieses kleine Wunder

Die Welle ist ein Phänomen, das mehrere meteorologische und geografische Kriterien umfasst.

Damit sie entstehen kann, muss der Meeresboden es der Brandung ermöglichen, die Küste zu erreichen, also ist eine gewisse Tiefe erforderlich.

Die Küste muss der Brandung ausgesetzt sein, um die Energie des Ozeans, die sich in Brandung verwandelt, einzufangen.

Und dann spielt der Wind eine große Rolle, aber nicht ganz so, wie man es sich vorstellt: völlige Windstille ist ideal, damit sich das Meer glätten und perfekt entfalten kann. Wind vom Land, oder „Off-Wind“, ermöglicht es, die Wellen zu vertiefen, was zu einem interessanten Ergebnis führt. Am wenigsten passt ein Seewind, anders gesagt „Off-Shore-Wind“, der die schönen Wellenlinien unterbricht.

Die gute Nachricht: egal auf welchem Gewässer, ob kleine Wellen oder perfekte Wellen, man kann immer Spaß haben, und das selbst wenn man erst mit dem Surfen anfängt.

Die wichtigsten Surfspots

Die meisten Surfspots befinden sich in der Bucht von Audierne, die direkt mit dem offenen Meer verbunden ist. Die Sandbänke ermöglichen es der Brandung, schöne Wellen zu bilden, die für Surfanfänger ideal sind.

  • Penhors

Der Strand von Penhors ist der nördlichste Spot im Pays Bigouden. Die Wellen sind auch für Anfänger zugänglich. Achten Sie jedoch auf die Flut, die Sie näher an die am Ufer vorhandenen Felsen heranbringt. Die ESB-Surfschule bietet Kurse und Materialverleih an.

  • Tronoën

Tronoën ist der Strand, der dank seiner Ausrichtung nach Westen alle Wellen einfängt. Das bedeutet Wellen für erfahrene Surfer, sobald der Winter naht… Im Sommer ist er jedoch der ideale Spot, da Sie hier fast jeden Tag surfen können. Wenn Sie Kultur und Sport miteinander verbinden möchten, sollten Sie unbedingt einen Zwischenstopp an der Kapelle von Tronoën einlegen.

An diesem Strand warten einige mobile Surfschulen auf Sie!

  • La Pointe de la Torche

Zweifellos der beliebteste Surfspot im Finistère. Hier werden regionale und nationale Surfwettbewerbe ausgetragen. Es ist der ideale Strand, um die ganze Surfenergie unserer Region zu spüren. Der „Lift“ ist die Strömung, die rechts an der Landspitze entlangführt. Wagt euch nicht hinein, wenn ihr Anfänger seid! Hier kommen auch die lokalen Meister zum Training her.

  • Pors Carn

Der Strand von Pors Carn hat einen großen Vorteil, denn er vereint mehrere Ausrichtungen. Im Norden und in der Mitte des Strandes sind die Wellen hohl und kräftig, während im Süden, in der Nähe des kleinen Schutzhafens, die Brandungswellen weniger beeindruckend sind. Es ist also ein guter Ort, um seine ersten Schaumkronen zu holen. Einige Surfschulen haben sich hinter der Düne angesiedelt.

Surfschulen

Um Surfen zu lernen, ist ein einwöchiger Kurs in einer Surfschule am besten:

  • Es ist nicht immer einfach, die Wetterbedingungen richtig zu interpretieren, wenn man sich in der Gegend nicht auskennt.
  • Die Surflehrer werden Sie zu den geeigneten Stränden bringen. Sie geben Ihnen die nötigen Tipps, um sich sicher ins Wasser zu stürzen.
  • Und schließlich brauchen Sie nicht in Material zu investieren, denn die Surfschulen verleihen Neoprenanzüge und Surfbretter für alle Niveaus!

Ronan Chatain Technischer Leiter der Surfschule der Bretagne

Paroles de Bigouden - Ronan Chatain
Paroles de Bigouden - Ronan Chatain

Ronan Chatain ist einer der Pioniere des Surfens im Pays Bigouden und in der Bretagne übergaupt. Er gründete zusammen mit seinem Freund Didier Tirilly die ESB de la Torche, die erste Surfschule im Pays Bigouden.

Er war auch der Initiator des Pôle Espoir, einer Surfklasse für zukünftige Champions.

FAQ
  • Ab welchem Alter kann man mit dem Surfen beginnen?

    Surfschulen nehmen Kinder ab 6 Jahren auf, vorausgesetzt, sie können schwimmen.

  • Braucht man einen Schutzanzug?

    Im Sommer hat das Wasser im Pays Bigouden eine Temperatur von etwa 18 Grad. Daher ist es notwendig, einen Neoprenanzug zu tragen, wenn man ins Wasser geht. Wer weniger friert, kann aber auch einen Shorty (ein an den Ärmeln und Beinen verkürzter Anzug) anziehen.

  • Kann ich allein surfen gehen?

    Wenn Sie Anfänger sind, sollten Sie lieber einen oder mehrere Kurse bei einer Surfschule belegen. Jeder Spot birgt seine eigenen Risiken. An manchen Stränden gibt es eine gefährliche Brandungsrücktrömung (baïne). Es kann auch vorkommen, das wegen Verschmutzung ist, ins Wasser zu gehen, was aber sehr selten ist.

  • Gibt es einen bestimmten Bereich zum Surfen?

    Sie können überall surfen, außer in der Badezone. Dieser ist durch Flaggen gekennzeichnet. Die Rettungsschwimmer achten darauf, dass sich Surfer und andere Wassersportler nicht in dem Bereich aufhalten, der strikt für Badegäste reserviert ist.

    Schließlich sollten Sie, bevor Sie surfen gehen, die Wasserfläche und eventuelle Felsen gut beobachten. Beachten Sie, dass das Vorhandensein von Felsen je nach Gezeiten variiert.