Statue der Bigoudène in Pors PoulhanStatue der Bigoudène in Pors Poulhan
©Statue der Bigoudène in Pors Poulhan|A. Lamoureux

Kleine und große Denkmäler

Als „petit patrimoine“ wird ein Kulturerbe bezeichnet, das aus von Menschen erbauten oder natürlichen Elementen besteht, die von früheren religiösen, landwirtschaftlichen oder handwerklichen Praktiken zeugen.

 

Statue der Bigoudène in Pors-Poulhan

Die Grenze zwischen Cap-Sizun und dem Pays Bigouden liegt am Gezeitenhafen von Pors-Poulhan.

Am Südufer erhebt sich die Statue einer Bigoudène-Frau, die in Richtung Meer Ausschau hält. Dieses Werk wurde 1938 in Plozévet in einem zum Atelier umfunktionierten Klassenzimmer der öffentlichen Schule von dem berühmten Bildhauer René Quillivic aus Plouhinec (der auch der Bildhauer der Musikanten-Statue in Plozévet ist) geschaffen.

Auf seinem Sockel steht „Ama echu bro Bigouden“, eine Inschrift auf Bretonisch, die bedeutet: „Hier endet das Pays Bigouden“.

Statue der Musikanten in Plozévet

Dieses 1908 entstandene Werk des Bildhauers René Quillivic würdigt die zahlreichen sonneurs (Musikanten, die die traditionellen Instrumente biniou und bombarde spielen) aus Plozévet.

Im Frühjahr 2024 wurde diese symbolträchtige Statue umgestellt. Sie befindet sich jetzt auf der Place Henri Normant in Plozévet, gegenüber dem Tourismusbüro.

Bei dieser Gelegenheit wurde die Bronzestatue gereinigt und neu patiniert.

Das Bigouden-Denkmal in Pont-l'Abbé

Das Bigouden-Denkmal, das 1931 von dem Bildhauer François Bazin aus Granit und Bronze geschaffen wurde, zeigt Frauen aus dem Pays Bigouden in fünf Lebensaltern: Großmutter, Mutter, Schwester, junges Mädchen und Enkelin.

Männer sind in dieser Skulptur abwesend. Auf den Gesichtern der Frauen kann man die Angst des Wartens wahrnehmen, Trauer und Resignation erkennen.

Zu beiden Seiten des Granitblocks befinden sich zwei Bronze-Reliefs, die Szenen aus der keltischen Mythologie darstellen.

Die Waschhäuser

Waschhäuser erzählen von vergangenen Bräuchen und sind sogenannte Kleindenkmale, die sich auf frühere Bräuche bezieht.

Sie sind zahlreich, haben viel Charme, und es ist immer wieder schön, sie am Rand eines Wanderwegs zu entdecken. Sie werden in der Regel von Vereinen zur Pflege des Kulturerbes oder örtlichen Vereinen sehr gut gepflegt. Man kann sich kaum vorstellen, wie unsere Vorfahren gelebt haben, als es noch kein fließendes Wasser in den Haushalten gab.

Waschplätze haben übrigens nichts mit Brunnen zu tun, die sich auf den religiösen Kult beziehen.

Die Backhäuser

Brotbacköfen sind oft aus Granit und besitzen eine Kuppel aus behauenen Steinen. Sie weisen in der Regel eine spitzbogenförmige Öffnung über einem Granitboden auf.

Das Backhaus neben der Kapelle Saint-Germain in der Gemeinde Plogastel-Saint-Germain wurde rekonstruiert. Jeden Sommer finden dort Veranstaltungen statt.

Die Brotbacköfen darf man nicht mit den Tangöfen verwechseln. In diesen Gräben im Boden, die die Küste säume, wurde im 19. Jahrhundert Tang verbrannt. Die Tangöfen dienten zur Herstellung von Natriumkarbonat-Blöcken.