Blick auf die Bucht von AudierneBlick auf die Bucht von Audierne
©Blick auf die Bucht von Audierne|A. Lamoureux

Geschützte Natur Durch umweltbewussten Ansatz

Die Natur ist ein Juwel, das es zu bewahren gilt. Ozean, Strände, Sümpfe und Feuchtgebiete machen den Reichtum des Pays Bigouden aus. In dem Bewusstsein, dass es sich bei diesen außergewöhnlichen Lebensräumen um empfindliche Ökosysteme handelt, haben die Behörden es vorgezogen, die Nutzung einzuschränken und bestimmte Gebiete in einen besonderen rechtlichen Rahmen zu stellen, um sie besser zu schützen.

Die Bucht von Audierne Ein riesiges Nest

Angesichts der Urbanisierung werden zusammenhängende naturbelassene Gebiete immer seltener und kostbarer.

Zwischen Penmarc’h und Audierne bildet ein 40 km langes Gebiet aus Stränden und Teichen ein einzigartiges Ökosystem, in dem man die Bedeutung der Düne, des langen Kieselstreifens und der natürlichen Wasserrückhaltebecken nicht unterschätzen darf. In der Bucht von Audierne befinden sich auch die größten natürlichen Teiche des Finistère: Kergalan und Trunvel, die zusammen eine Fläche von etwa 1,7 km² ausmachen.

Abwechselnd trockene und feuchte Lebensräume sind günstig für die Artenvielfalt. Davon profitieren Flora und Fauna, darunter auch zahlreiche Zugvögel.

Zu diesen geflügelten Reisenden gehören der Goldregenpfeifer, der von Oktober bis Februar in den Dünen rastet, bevor er wieder in die Antarktis aufbricht, und die Seeschwalbe, deren gut erkennbarer Ruf im Frühling ertönt, sowie der Bienenfresser mit seinem außergewöhnlichen Gefieder. Und schließlich der Seeregenpfeifer, ein empfindlicher Vogel, der im Frühjahr am oberen Teil der Strände brütet. Seine gesprengelten Eier sind im Sand und zwischen den Kieselsteinen gut getarnt.

 

Benjamin Buisson - Leiter des Pols Küste und Biodiversität - CCPBSBenjamin Buisson - Leiter des Pols Küste und Biodiversität - CCPBS
©Benjamin Buisson - Leiter des Pols Küste und Biodiversität - CCPBS

Die Bucht von Audierne ist ein kleines Paradies, in dem die Vögel in Frieden nisten. Sie kommen aus Afrika, den nordischen Ländern oder von anderswo her, um hier ein relativ mildes Klima zu finden, aber vor allem um eine Ruhepause einzulegen.

Die Bedeutung dieser Ruhephase wird oft unterschätzt. Die Vögel kämpfen gegen die Kälte, müssen sich ernähren und sich auf ihre zukünftige Reise vorbereiten, bevor sie sich paaren. Daher sollte man sie nicht stören, z. B. indem man seinen Hund am Strand an der Leine führt“.

Benjamin Buisson, Leiter des Pols Küste und Biodiversität, Communauté de communes du Pays bigouden Sud

Naturschutz Und Umweltsiegel

Mehrere Umweltsiegel stellen dieses Gebiet, das dem Conservatoire du Littoral (Küstenschutzbehörde) gehört und von den Gemeindeverbänden Pays bigouden sud und der Communquté de communes du haut Pays bigouden verwaltet wird, unter besonderen Schutz.

Seit 2021 erkennt das Ramsar-Label die ökologische Bedeutung der 530 ha großen Feuchtgebiete der Bucht von Audierne an.

Das Gebiet gehört außerdem zum Natura-2000-Netzwerk, einer europäischen Maßnahme, die bestimmte Gebiete aufgrund der dort lebenden Fauna und Flora als besondere Schutzgebiete auszeichnet.

Zudem ist ein regionales Naturschutzgebiet(réserve naturelle régionale) geplant. Die bigoudenischen Gemeindeverbände haben eine Klassifizierung für die Dünen und Sumpfgebiete in die Wege geleitet. Es handelt sich um einen starken Schutz der Naturräume, um diesen außergewöhnlichen Standort besser zu bewahren und die Kenntnisse über seine biologische Vielfalt zu verbessern.

 

Die Charta für Reisende Um Einwohner und Besucher zu sensibilisieren

Die Charta für Reisende enthält 12 Gebote zur Förderung des “ Slow Tourism „, d. h. der Kunst des Reisens, bei der man sich Zeit nimmt und die Natur und das reiche Kulturerbe in vollen Zügen genießt.

Die auf regionaler Ebene ausgeweitete Charta wird von einem Netzwerk aus 60 Tourismusbüros in der Bretagne übernommen.

  • Ich lese die Charta und entdecke 12 Ideen, wie ich verantwortungsvoll reisen kann.
  • Ich unterschreibe die Charta online und wenn ich in die Bretagne reise, handle ich auf nachhaltige Weise in einem geschützten Gebiet. Ich unterschreibe hier
  • Ich teile die Charta und engagiere mich an der Seite der Bretagne für einen verantwortungsvollen Tourismus.

Naturschutz beim Spazierengehen

Einige Gesten, die wir übernehmen sollten:

  • Plastikflaschen vermeiden! Beim Wandern immer eine Trinkflasche mitnehmen (in den Touristenbüros wird sie bei Bedarf gerne aufgefüllt).
  • Nichts pflücken und mitnehmen! Kieselsteine an Ort und Stelle lassen, um die Dünen zu erhalten, und Blumen fotografieren, anstatt sie zu pflücken.
  • Nach einer Pause keinen Müll hinterlassen.
  • So oft wie möglich sanfte öffentliche Verkehrsmittel benutzen.
  • Den Flussregenpfeifer schützen. Bei einem Strandspaziergang ist es wichtig, so weit wie möglich am unteren Ende des Strandes entlangzugehen. Die Eier dieser Vogelart sind sehr unscheinbar und zerbrechlich.
  • Sich an die Markierungen halten und auf den Wegen bleiben.
  • Um die Schönheit unserer Landschaften zu genießen, lieber die Zeiten vermeiden, an denen viele Menschen an den selben Orten unterwegs sind.
  • Hunde sind während des Sommersan den Stränden des Pays Bigouden nicht erlaubt (auch nicht an der Leine) – außer an den Stränden von Penmarc’h von 20 Uhr bis 10 Uhr  morgens – aus gesundheitlichen Gründen und zum Schutz von Fauna und Flora.
  • Schützen Sie Ihre Lieblingsspots im Pays Bigouden, indem Sie sie nicht in sozialen Netzwerken teilen. Den Standort eines Spots in sozialen Netzwerken anzugeben, mag harmlos erscheinen, kann aber erhebliche Auswirkungen auf den Ort haben, z. B. ein höheres Besucheraufkommen und Auswirkungen auf die Umwelt.