Gezeiten und Gezeitenfischen

©

Strand von Penhors - Pouldreuzic

|

A. Lamoureux

Die Meeresküste des Bigouden ist ein empfindlicher schützenswerter Naturraum. Das Gezeitenfischen („pêche à pied“), eine unterhaltsame und leicht zugängliche Aktivität, kann die Ressourcen und die Umwelt beeinträchtigen, wenn man sich nicht an die Verhaltensregeln hält, die wir Ihnen hier vorstellen.

Veröffentlicht am 2 Mai 2025

Das Watt, ein Schutzgebiet

Das Leben an der Küste wird von den Gezeiten bestimmt. Zweimal am Tag wird ein Küstenstreifen freigelegt, den man als Vorland oder Wattenbereich bezeichnet. Diese Zone, die je nach Ebbe und Flut völlig anders aussieht, besteht aus Sand, Algen und Steinen und beherbergt ein Ökosystem, in dem das Leben bestimmten Gesetzen unterliegt.

Gezeitenfischen bedeutet, sich für diese faszinierende Welt an der Grenze zwischen Land und Meer zu interessieren.

Die kleinen Bewohner des Vorlandes haben ungeahnte Fähigkeiten, zum Beispiel können sie sowohl im als auch außerhalb des Wassers zu leben. Aber sie sind auch sehr empfindlich und die Ressourcen sind nicht unerschöpflich.

Checkliste vor dem Ausflug

Ich informiere mich über die Gezeiten

Sehen Sie sich die Gezeitenpläne für den Tag an, indem Sie hier klicken.

Überprüfen Sie auch den Koeffizienten: Er gibt Auskunft darüber, ob die heutige Flut einen großen oder kleinen Tidenhub hat. Der Tidenhub ist der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut.

Und um sich über die Wetterbedingungen und eventuelle aktuelle Wetterwarnungen zu informieren, besuchen Sie die Website WindCornouaille.

Ich bin vorsichtig

Gehen Sie nie ohne ein Mobiltelefon los, auf dem die Notrufnummer 196 gespeichert ist. Tragen Sie Kleidung in auffälligen Farben, damit Sie notfalls entdeckt werden können. Informieren Sie Ihre Umgebung über Ihren Ausflug und teilen Sie Ihren Angehörigen mit, wo Sie fischen werden.

Vergessen Sie nicht, sich vor der Sonne zu schützen, die auf dem nassen Sand stark reflektiert.

Ich informiere mich über die Vorschriften

Informieren Sie sich über die Vorschriften und den Leitfaden für Fanggrößen, indem Sie hier klicken.

Im Falle von Verschmutzung oder ähnlichem kann Gezeitenfischen eingeschränkt oder sogar verboten werden.

Sie können sich  bei der lokalen Bevölkerung, dem Tourismusbüro, der Behörde für maritime Angelegenheiten (Affaires Maritimes) oder der Präfektur informieren.

Ich rüste mich mit einer Messleiste aus

In unseren Fremdenverkehrsbüros und bei unseren Partnern sind Leisten erhältlich, die die zu beachtende Größe der Exemplare angeben.

Informationen zu den wichtigsten Arten und erlaubten Praktiken können Sie auch auf der Website für Freizeitfischerei zu Fuß nachlesen, indem Sie hier klicken.

Vor Ort

  • Man fischt mit „Feingefühl“ , indem man z. B. Steine wieder genau an ihren Platz zurücklegt…
  • Staunen Sie über die Vielfalt der Arten und haben Sie Spaß daran, sie mithilfe der App Bernic&Clic zu erkennen.
  • Die Entnahmen beim Freizeitangeln sind auf den persönlichen Verbrauch beschränktIch nehme nur das, was ich essen kann, und beabsichtige nicht, meinen Fang zu lagern oder an Angehörige zu verteilen.
  • Bitte darauf achten, die Größen und Quoten einzuhalten, den Fang vor Ort gut zu sortieren und alles, was man nicht behält, sofort wieder ins Wasser zurückzusetzen.

Zu beachten:

Für das Fischen zu Fuß, mit der Angel, unter Wasser, mit Netzen, Reusen, von Bord oder auf See gelten jeweils eigene Vorschriften und die „Affaires Maritimes“ führen regelmäßig Kontrollen durch. Bei Verstößen drohen schwere Strafen. Um also Probleme zu vermeiden und nicht umsonst Tiere zu töten, werfen Sie Exemplare, die unterhalb der Mindestgröße liegen, gleich zurück. So vermeiden Sie nicht nur ein Bußgeld, sondern handeln auch intelligent, indem Sie den Bestand der Art wachsen und sich vermehren lassen.

Vorsicht bei Springtide ("grandes marées")!

Lassen Sie sich führen

Wie jedes andere Hobby hat auch das Angeln und Gezeitenfischen seine Regeln, sein Know-how, seine Kenntnisse und seine Ausrüstung. Um sicherzugehen, dass Sie die Regeln beachten und um die Fauna und Flora der Küste besser kennenlernen, sollten Sie sich begleiten lassen. Profis oder erfahrene Amateurfischer sind gern bereit, Ihnen bei dieser Entdeckung zu helfen.