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©Penhors - Pouldreuzic |M. Hamel

Kulturerbe Für ganz besonders Neugierige

Das Kulturerbe besteht im Pays Bigouden nicht nur aus Kapellen, Leuchttürmen und Megalithen. Kultur- und Geschichtsbegeisterte kommen bei der Entdeckung alter Militärgebäude, verschiedener Lehrpfade, Museen und anderer Schätze auf ihre Kosten.

Militärische Überbleibsel vom 17. bis 20. Jahrhundert

Diese Anlage zur Kieselsteingewinnung und -zerkleinerung in Prat-Ar-C’hastel wurde während des Zweiten Weltkriegs in Dienst genommen. Um den Atlantikwall entlang der Westküste Europas zu errichten, entnahm die deutsche Armee tonnenweise Kieselsteine von den Stränden des Pays Bigouden. Sie wurden in dieser Fabrik verarbeitet, die heute dem Verfall preisgegeben ist.

Zum militärischen Erbe gehören auch die Bunker, die strategisch an der Küste in der Bucht von Audierne positioniert sind.

Das Fort wurde unter Napoleon III. im Jahr 1862 errichtet. Es war zunächst Teil der Küstenverteidigung des Königreichs und wurde während des Zweiten Weltkriegs von der deutschen Armee besetzt.

Im 17. Jahrhundert wollte Ludwig XIV. die Küsten für die Feinde des Königreichs unüberwindlich zu machen und beauftragte Vauban mit dem Bau von Festungen zur Verteidigung des Territoriums. Doch nach Landungen der Engländer wurde beschlossen, dieses Verteidigungsnetz durch die Errichtung von Küstenbatterien und Wachposten an der gesamten Küste zu verstärken. Der Wachposten von Sainte-Marine wurde im 17. Jahrhundert errichtet.

 

Das Haus von  Pierre-Jakez Hélias

In diesem für das Pays Bigouden typischen Haus wurde der Schriftsteller Pierre-Jakez Hélias (1914-1995) geboren.

Im Inneren entdecken Sie eine Rekonstruktion des Wohnraums vom Anfang des 20. Jahrhunderts und einen Museumsbereich, der dem Leben und Werk des Autors von Le Cheval d’orgueil (Das Pferd des Stolzes) gewidmet ist.

Espace Kerné alles über den Cidre

Im Espace Kerné wird die Geschichte des Cidre und des Apfels anhand verschiedener Themen dargestellt. Dieser pädagogische und spielerische Raum mit Filmen und vielen interaktiven Elementen eignet sich sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.

Planen Sie eine Besuchszeit von etwa 45 Minuten ein, um alle Angebote dieser Ausstellung zu nutzen.

Die "Iroise-Augen" von Pierre Chanteau

Der Künstler Pierre Chanteau hat seine kuriosen Kreationen aus Glas- und Fayencesplittern an der gesamten Küste des Departements Finistère verteilt. Im Pays Bigouden gibt es etwa zwanzig dieser Augen, die an Deichmauern oder anderswo mehr oder weniger sichtbar angebracht sind. Manchmal sind sie bei Flut sogar vom Wasser bedeckt.

Sie symbolisieren die Solidarität auf See, bei der jeder Seemann auf dem Meer über die anderen wacht. Der Name erinnert an die Mer d’Iroise, ein Seegebiet vor der bretonischen Küste

Lehrpfade und Rundgänge

Drei Gemeinden im Pays Bigouden verfügen über Rundwege mit Interpretationstafeln zum Thema Kulturerbe :

Diese Wege zeigen Ihnen die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des örtlichen Kulturerbes.