
Das Fest-noz, „Nachtfest“ auf Bretonisch, ist in der Bretagne ein Muss.
Der Tanz hatte in der ländlichen Gesellschaft schon immer eine große Bedeutung. Man tanzte bei Hochzeiten, an Festtagen oder bei Wallfahrten, man tanzte nach der Feldarbeit oder um einen neuen Lehmboden festzustampfen… Man tanzte, während man auf die Rückkehr der Fischer vom Meer wartete, und man tanzte sogar auf den Schiffen!
Das Fest-Noz als Veranstaltung wurde in den 1950er Jahren eingeführt, zunächst in der Zentralbretagne, dann ab den 1970er Jahren, zur Zeit des „bretonischen Revivals“, fast überall in der Bretagne.
Vor dieser Zeit hatte jedes kleine Stückchen Land seinen eigenen Tanz: in Vannes tanzte man nicht die gavotte bigoudène und im Pays Bigouden wurde nicht zum an dro aufgespielt.
Heute wird bei einem Fest-Noz so ziemlich alles getanzt! Die großen Klassiker sind die gavotte des montagnes, der an dro und der hanter-dro, die ridées, laridés, pach pi und andere. Aber auch Tänze aus anderen Regionen oder Ländern, wie Scottish, Mazurka, Walzer oder Polka sind keine Seltenheit.



















