Fest Deiz - Kérity - Penmarc'hFest Deiz - Kérity - Penmarc'h
©Fest Deiz - Kérity - Penmarc'h |E. Cléret

Fest-noz und traditionelle Feste

Es gibt viele Legenden in der Bretagne, aber eine ist auf jeden Falll wahr: die Bretonen lieben es, Feste zu feiern!

Der Sommerkalender ist der Beweis dafür. Fest-deiz, Fest-noz und traditionelle Feste, Pardons, Seemannsessen und andere Festlichkeiten reihen sich den ganzen Sommer über aneinander.

Das Fest-noz Tanzen Sie mit!

Das Fest-noz, „Nachtfest“ auf Bretonisch, ist in der Bretagne ein Muss.

Der Tanz hatte in der ländlichen Gesellschaft schon immer eine große Bedeutung. Man tanzte bei Hochzeiten, an Festtagen oder bei Wallfahrten, man tanzte nach der Feldarbeit oder um einen neuen Lehmboden festzustampfen… Man tanzte, während man auf die Rückkehr der Fischer vom Meer wartete, und man tanzte sogar auf den Schiffen!

Das Fest-Noz als Veranstaltung wurde in den 1950er Jahren eingeführt, zunächst in der Zentralbretagne, dann ab den 1970er Jahren, zur Zeit des „bretonischen Revivals“, fast überall in der Bretagne.

Vor dieser Zeit hatte jedes kleine Stückchen Land seinen eigenen Tanz: in Vannes tanzte man nicht die gavotte bigoudène und im Pays Bigouden wurde nicht zum an dro aufgespielt.

Heute wird bei einem Fest-Noz so ziemlich alles getanzt! Die großen Klassiker sind die gavotte des montagnes, der an dro und der hanter-dro, die ridées, laridés, pach pi und andere. Aber auch Tänze aus anderen Regionen oder Ländern, wie Scottish, Mazurka, Walzer oder Polka sind keine Seltenheit.

 

Prozessionen und Wallfahrten

Ein Pardon ist ein religiöses Fest zu Ehren des heiligen Schutzpatrons einer Kapelle oder Kirche. Es handelt sich um sehr alte, stark ritualisierte Feste mit Prozession, Messe und Segnung. Bekannt sind die Pardons in Penhors , Tronoën, Treminou

Heute können Pardons auch Materialien, Geräten oder Personen gewidmet sein, wie z. B. der Pardon der Surfer in Tronoën, wo Surfbretter gesegnet werden. Der Pardon von Tréminou gilt seit 2025 speziell den traditionellen Muskern (sonneurs).

Auch wenn der religiöse Teil der Pardons sehr feierlich bleibt, darf man nicht vergessen, dass sie schon immer auch weltliche Feste waren. Große Jahrmärkte oder auch Kirmes waren ebenfalls ein Mittel, einmal im Jahr den Druck des Alltags zu lockern und sich zu amüsieren. La Tréminou ist der Jahrmarkt par excellence im Pays Bigouden, bei dem sich Groß und Klein trifft, um in den Fahrgeschäfte Spaß zu haben und dazu croustillons, kleine frittierte Krapfen, zu probieren.

Von Mai bis September reiht sich im Pays Bigouden ein Pardon an den anderen. Nicht verpassen sollten Sie den Pardon der Kapelle La Joie mit Meeresblick am 15. August (in Penmarc’h) oder den von Penhors (Gemeinde Pouldreuzic) am ersten Sonntag im September!

Seemansessen und Hafenfeste

Man muss nicht unbedingt seefest sein, um all die maritimen Feste zu genießen… Oft enden sie jedoch mit einem Fest-Noz, und da ist es besser, sicher auf den Beinen zu sein!

Seemannsessen werden oft von der SNSM (Lebensrettungsgesellschaft) organisiert, mit « Moules frites » (Miesmuscheln und Pommes) und Seemannsliedern.

Maritime oder Hafenfeste hingegen sind Veranstaltungen rund um Freizeitaktivitäten, die mit dem Meer zu tun haben (Regatten für Wriggboote, kurze Fahrten auf dem Meer…), mit Musik, Kostproben und Vorführungen aller Art.

Diese Veranstaltungen finden häufig im Sommer statt und sind besonders bei Urlaubern, die hier die bretonische Geselligkeit erleben, sehr beliebt.