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Île-Tudy in Pays bigouden

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A. Lamoureux

Île-Tudy

Hier sind Sie auf der Halbinsel des Pays Bigouden. In den Gassen wird Geschichte lebendig, und der Charme der alten Gebäude steht der reichen Natur nicht nach.

Anfahrt

Ein Fischerdorf mit viel Charme

Dieses ehemalige Fischerdorf, das früher eine echte Insel war, liegt am Eingang der Flussmündung von Pont-l’Abbé, inmitten jodhaltiger Meeresluft und einer friedlichen Atmosphäre.

Bevor dieses kleine Stück Land mit dem Festland verbunden wurde, floss das Wasser frei im Norden an der Grenze zur Gemeinde Combrit vorbei. Île-Tudy blieb bis 1852 eine Insel, als der Damm von Kermor die Brücke zum Festland bildete.

Hier findet man viele kleine Fischerhäuser, die aus Stein gebaut und weiß gestrichen sind. Die blumengeschmückten Fensterbänke ziehen sich entlang der engen Gassen, die aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen.

Wenn Sie Île-Tudy umrunden, können Sie auf der Ostseite die Meeresluft einatmen, die feinen Sandstrände mit der Familie genießen und in der Ferne die Landzunge von Combrit Sainte-Marine sehen.

Auf der Westseite ist die Flussmündung  ein reiches und lebendiges Naturerbe. Seltene Vögel, Muscheln, Austern sind hier zu Hause, Gezeitenfischer und Kajakfahrer teilen sich die Gegend.

Die Gemeinde L’Île-Tudy nahm 2024 an der Fernsehsendung „Le Village préféré des Français“ („Das Lieblingsdorf der Franzosen“) teil. Sie wurde auf den neunten Platz gewählt.

Sehenswürdigkeiten

Der „Rebhuhn-Turm“ (Tour de la perdrix), der zum Wahrzeichen der Gemeinden Île-Tudy und Loctudy geworden ist, wurde auf See an der Einfahrt zum Fischereihafen von Loctudy aufgestellt, um einen für Schiffe gefährlichen Felsen anzuzeigen.

Bevor er jedoch zu einem dauerhaften Bauwerk wurde, war er zunächst ein einfacher Holzmast (1872) und wurde dann zu einer Leuchtbake mit Sehrohr (1886). Im Jahr 1889 wurde der heutige 17,40 m hohe Turm errichtet.

Er nahm 1918 seinen Betrieb auf. Der Turm wurde zunächst rot gestrichen und erhielt 1947 sein berühmtes schwarz-weißes Schachbrettmuster mit 64 Karos.

Im Jahr 2000 wurde er von roten und grünen Bojen in seiner Rolle als Seezeichen abgelöst. Das „Rebhuhn“ (perdrix) existiert jedoch immer noch als dekoratives Element in der Landschaft.

Es ist für die Schifffahrt nicht mehr unverzichtbar, wurde aber auf Wunsch der beiden betroffenen Gemeinden nicht zerstört.

  • Rue des Dentellières: Schwester Suzanne Vidélo leitete 1905 eine Werkstatt für Stickereien und irische Spitzen. Diese Werkstatt in der heutigen Rue des Dentellières („Straße der Spitzenklöpplerinnen“, von der Gemeinde zu ihren Ehren benannt) wurde gegründet, um die Not zu lindern, die über die Insel hereinbrach, nachdem der Fischbestand, einzige Einnahmequelle dieses Fischerdorfes, immer knapper wurde. Die von den Einheimischen angefertigten Arbeiten wurden an große Pariser Modeschöpfer verkauft.
  • Rue de la Poste: In der Nr. 8 finden Sie das kleinste Haus der Insel! Die Tür zur Rue de la Poste öffnet sich in den einzigen Raum des Hauses.
  • Seemannsheim: Jacques de Thézac war der Initiator des Baus von Seemannsheimen („Abris du marin“)  in der Bretagne. Das auf der Île-Tudy ist das neunte, das gebaut wurde. Diese Unterkünfte waren Orte der Begegnung, des Lernens, der Unterhaltung und des Kampfes gegen den Alkoholismus. Sie nehmen oft einen zentralen Platz im Dorf ein. Das Seemannsheim von Île-Tudy wurde 1933 an eine Privatperson verkauft, da es nach der Schließung der Konservenfabriken und der Abwanderung der Fischer in andere Bigouden-Häfen kaum noch genutzt wurde.
  • Kapitänshaus: Dieses Haus eines „maître de barques“ an der Ecke der Venelle du Délestage und der Rue des Pêcheurs wurde vollständig aus Granit gebaut und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die „maîtres de barques“ waren Kapitäne von Segelkuttern, die 20 bis 30 Tonnen fassten.
  • Maison de la tour (Turmhaus ): Ein atypisches Haus aus dem 19. Jahrhundert. Seine Dimensionen machen es zu einem wahren Würfel: 3 m x 3 m x 3 Stockwerke!

1857 wurde auf der Île-Tudy eine der allerersten Konservenfabriken des Pays Bigouden eröffnet. Die Glocke, die die Wiederaufnahme der Arbeit einläutete, ist noch immer an der Fassade des Hauses der ehemaligen Besitzer angebracht. Später kamen die Konservenfabriken Divanach und Lecointre hinzu.

In den 1960er Jahren erlosch die Sardinenverarbeitung auf der Halbinsel nach einem Jahrhundert Geschichte vollständig.

In den ehemaligen Fabrikgebäuden der Firmen Canaud und Divanach befindet sich heute das Wassersportzentrum, und die Konservenfabrik Lecointre wurde zum Berry-Tudy-Zentrum.

Um alles über das Kulturerbe von Île-Tudy zu erfahren, wurden zehn Interpretationstafeln in den Gassen der Gemeinde aufgestellt. Die Standplätze sind auf dem Stadtplan eingezeochnet.

  • Tafel 1: Das Schiff Le Jouet des Flots.
  • Tafel 2: Die Razzia vom 20. Juni 1944
  • Tafel 3: Die Kirche Saint-Tudy
  • Tafel 4: Der Leuchtturm La Perdrix
  • Tafel 5: Die Konservenfabrik an der Landspitze
  • Tafel 6: Die Bootsrampe und das Seemannsheim
  • Tafel 7: Die Rue des Dentellières (Straße der Spitzenklöpplerinnen)
  • Tafel 8: Die Villa Kermaria
  • Tafel 9: Der Wasserflugzeug-Anlegeplatz

Es gibt noch mehr zu sehen

Von einem Ufer zum anderen mit dem "P'tit Bac"

Am Ende der Slipanlage von Île-Tudy nehmen Sie die Fußgängerfähre für eine fünfminütige Blitzüberfahrt in Richtung des Yachthafens von Loctudy.

Sehr praktisch ist, dass Sie Ihre Fahrräder auf dieses kleine Boot verladen können, und somit problemlos Ihre Fahrt auf der Veloroute Nr. 45 und über die markierten Wege fortsetzen können.

Gut zu wissen: die Fähre Le P’tit Bac verkehrt von April bis September täglich, sir wird von den  Vedettes de l’Odet betrieben.

Die Strände von Île-Tudy

Die Strände liegen auf der Süd-/Ostseite und sind somit vor den vorherrschenden Winden geschützt. Sie erstrecken sich über 5 km zwischen Île-Tudy und Combrit-Sainte-Marine. Der Sand ist extrem fein und glänzend.

Im Sommer gibt es am Strand Plage du Sillon einen bewachten Badebereich.

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