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Fischereihäfen im Pays Bigouden

Rückkehr vom Fang im Pays Bigouden © E Cléret

Von der Erfahrung, ihrer Weitergabe bis hin zur regionalen Kultur: die Fischerei trägt viel zur Identität des Pays Bigouden bei

Ein wenig Geschichte und volle Netze

Wenn Sie die Häfen im Pays Bigouden besichtigen, haben Sie Zugang zu einem wichtigen Teil der regionalen Geschichte.

In Île-Tudy und in Sainte-Marine ging die Tätigkeit in den Häfen bereits sehr früh zugunsten anderer, weiter im Süden gelegenen Häfen stark zurück. Die Spuren der Geschichte sind jedoch nach wie vor da und die Gebäude haben sich ihren maritimen Charme von früher bewahrt. Beim Anblick der ersten Seefahrer-Schutzhütte in Sainte-Marine und der Laderampe kann man sich das bunte Treiben zur Zeit der Segelboote richtig gut vorstellen. Geht man durch die Gassen von Île-Tudy an der Mündung des Flusses Rivière de Pont-l’Abbé, versteht man, weshalb der kleine, windgeschützte Hafen angefahren wurde, bevor man zum Stadtzentrum von Pont l'Abbé vorstieß.

Im Hafen von Pont-l’Abbé trifft man auf eine bewohnte Brücke, den Treidelweg, die Mühlen und die großen Gebäude, die als Lagerhallen dienten. Es wird offensichtlich, was für ein starker Verkehr auf dem Fluss geherrscht haben muss, bevor die Aktivitäten um 1950 schließlich aufgegeben wurden.

An der Südküste des Pays Bigouden liegen mehrere renommierte Häfen, die auch heute noch aktiv sind.

Le Guilvinec und Saint-Guénolé stehen in ganz Frankreich für den bretonischen Fischfang. Loctudy war schon immer ein "Kaisergranat"-Hafen. Lesconil sieht zwar täglich, wie die Flotte der Fischerboote mit dem frischen Fang in den Hafen zurückkehrt, verwandelt sich jedoch zugleich immer mehr in einen Yachthafen. Léchiagat ist eine Schiffswerft unter freiem Himmel, da sieht man, wie groß so ein Fischtrawler eigentlich ist!

In den Fischereihäfen kann man auch seefahrtstüchtiges Material erwerben. Stiefel, Kittel, Dekoration! Machen Sie eine maritime Shopping Session. In jedem der Häfen gibt es Fachgeschäfte.

Der Hafen in Le Guilvinec

Der Hafen in Le Guilvinec ist sehr bekannt! Die neugierigen Besucher kommen aus der ganzen Welt und bestaunen das bunte Treiben am Kai, wenn die Fischtrawler in den Hafen zurückkehren und ihren frischen Tagesfang ausladen. Dieses Spektakel findet täglich von Montag bis Freitag um 16.30h statt. Die Hafenarbeiter laden die großen Kisten mit zappelndem Kaisergranat auf die schon wartenden Wägen, Seeteufel, Pollack, Seehecht und Krebse werden ebenso ausgeladen. Lauter gute Ideen fürs Abendessen...

Aus diesem Hafen stammt der größte Teil des handwerklich gefangenen französischen Fischfangs!

Sie möchten wissen, von wo aus man diesem Schauspiel am besten zusehen kann? Auf der Dachterrasse der Versteigerungshalle! Von hier aus hat man eine herrliche Sicht über das ganze Hafengebiet und die heimkehrende Flotte. Wer mehr wissen möchte, kann an einer Führung durch das Auktionshaus teilnehmen (morgens um 5.30h oder spätnachmittags um 16.30h). Außerdem enthüllt das Erlebniszentrum zur Welt der Fischerei "Haliotika La Cité de la Pêche" in seinen Ausstellungen viel Wissenswertes über den Beruf des Fischers, das Leben an Bord und wie der Fisch aus dem Meer auf unsere Teller kommt.

Alle Häfen, ob groß oer klein, erzählen die Geschichte des Pays Bigouden...

Der Hafen Treffiagat-Léchiagat

- Am Hafen spazieren gehen und bis ans Ende des Deichs gehen, und dann einen der schönsten Sonnenuntergänge im Pays Bigouden anschauen - Man hat einen wunderbaren Blick auf den Hafen von Le Guilvinec - Die Fischtrawler auf dem Trockendock ansehen, sie werden hier überarbeitet und renoviert - Durch die typischen Ortsteile schlendern und die ehemaligen Fischerhäuser bewundern - Sich in den Bars und auf den Terrassen in der Sonne niederlassen - Die umfriedeten Leuchttürme besichtigen und mehr über die Geschichte des Hafens erfahren - Eine Ausstellung in L'Etuve besichtigen

Der Hafen in Saint Guénolé - Penmarch

- Den wichtigsten Hafen für Sardinenfischfang Frankreichs entdecken - Der Rückkehr der Fischer gegen 16h30 zusehen und die Fischversteigerungshalle besichtigen - Beim Ausladen der Sardinen je nach Saison sehr früh morgens zusehen - Die Fischkonservenfabriken "Océane Alimentaire" und "Comptoir de la Mer" besichtigen (Besichtigung und Boutique) - In einem der Hafenrestaurants mit blick auf das Meer essen

Der Hafen in Loctudy

- Den Hafen besichtigen. Er ist besonders für den Fang des Kaisergranats bekannt, der auch als «Demoiselles» aus Loctudy bezeichnet wird - Morgens und abends ab 16h30 frischen Fisch kaufen in einem der zahlreichen Fischgeschäfte des Hafens - Den herrlichen Blick Richtung 'Île-Tudy genießen, auf den Turm Perdrix und auf die Einfahrt zum Fluss Rivière de Pont-l'Abbé - Durch die hübschen Gassen am Meer bummeln und die schönen Häuser in Loctudy bewundern - Seefahrer werden und zu den Glénan-Inseln fahren oder auf dem Fluss Odet - Etwas trinken gehen und Produkte aus dem Meer auf einer der Terrassen der Restaurants mit Blick auf das Meer oder in Hafennähe probieren

Der Hafen von Lesconil

- Fisch kaufen, wenn die Fischer zurück zum Hafen kommen (10h30 oder 16h30) - In die Restaurants, Bars und Geschäfte mit Blick auf den Hafen gehen - Bei Sturm den Wellen zusehen, wenn sie mit voller Wucht auf den Deich klatschen - Die Produkte von Marinoé in der Boutique probieren. Algenzucht in Lesconil, Anbau, Ernte und Verarbeitung

Die Häfen von Kérity und Saint Pierre - Penmarc'h

- Kérity und den alten Hafen besichtigen. Hier gibt es Häuser von Schiffseignern aus dem 16. Jahrhundert, Symbole des Wohlstands - Von einem Hafen zum anderen bummeln, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Viersitzer-Fahrrad "Rosalie" - Das Maritime Zentrum besichtigen und die Ausstellungen im alten Leuchtturm besuchen - Auf den Leuchtturm Eckmühl hochsteigen - Den Blick aufs Meer genießen: von den Terrassen der Restaurants in Kérity und St-Pierre - Den frischen Fang der Fischer in den Fischgeschäften im Hafen von Kérity kaufen